Kindergartenalter

Am besten gelingt die Sexualaufklärung im Kindergartenalter, wenn man schon kleine Kinder mit wesentlichen Informationen in alltäglichen Lebenssituationen vertraut macht, etwa so: „Kinder wohnen zu Beginn ihres Lebens im Bauch der Mutter." oder  "Wenn ein Kind entsteht, dann geben Vater und Mutter einen Teil dazu. Das kann man z.B. daran merken, dass Du die Augen von Mama und die Haarfarbe von Papa geerbt hast." oder "Der Raum im Bauch der Frau, in dem Babys heranwachsen, ist auch ein Schwimmbad, damit die Babys sich immer gut bewegen können.“ Dieses Grundwissen kann schon sehr früh vermittelt werden. Darüber hinaus ist es auch bedeutsam, dass die Kinder lernen, die Geschlechtsorgane beim Namen zu nennen. Und zwar nicht in Form einer aufgesetzten „Anatomie“-Stunde, sondern ganz selbstverständlich im Alltag, z.B. beim Waschen: „Beim Jungen gibt es den Penis und die Hoden, Mädchen haben eine Scheide und Schamlippen.“ Das ist auch deshalb wichtig, damit Kinder, die einen sexuellen Missbrauch erleben, zumindest in der Lage sind, deutlich zu machen, was geschehen ist. Wichtige Grundsteine zur Prävention können Eltern legen, die das kindliche Nein wo dies möglich ist auch respektieren. Z.B. sollte der Verwandtenkuss nicht erzwungen werden, die kindliche Scham nicht lächerlich gemacht werden.