Selbstbefriedigung & Doktorspiele
Selbstbefriedigung
Kinder sind kleine Entdecker und Eroberer. Sie erforschen ihre Welt - und ihren Körper. Wie funktioniert dieser? Wie kann ich pfeiffen? Bekomme ich meinen Zeh noch bis zur Nase? Wie lange kann ich die Luft anhalten? - Es ist ganz natürlich und verständlich, wenn Kinder sich auch mit ihrem eigenen Geschlecht beschäftigen und dabei möglicherweise auch lustvolle Gefühle entdecken. Allerdings sollte es klar abgesprochene Grenzen geben. Wenn ein Kind Selbstbefriedigung vor anderen macht, sollte man ihm sagen, dass es das gern allein in seinem Zimmer machen kann, aber z.B. nicht beim Geburtstagskaffeetrinken.
Doktorspiele
Schon zweijährige Kinder entdecken, dass es nicht nur das eigene Geschlecht gibt. Auch hier ist die kindliche Neugierde zunächst mal völlig verständlich. Wenn Doktorspiele gespielt werden, dienen sie dazu, das Wissen über das andere und ggf. auch das eigene Geschlecht zu festigen - so lange bis es "begriffen" wurde. Allerdings sollten für Doktorspiele gute Spielregeln gelten. Diese werden z.B. ausführlich in dem Kinder-Buch "Wir können was, was ihr nicht könnt" von Enders und Wolters, Anrich-Verlag, Weinheim, vorstellt.